Autor: Christian Geißler

Offizieller Traningsauftakt der 1. und 2. Mannschaft

Das warten hat eine Ende. Am gestrigen Dienstag starteten unsere Jungs der 1. und 2. Mannschaft  in die Vorbereitung für die neue Saison. Bis auf wenige Akteure, waren alle Mann an Bord.  Einige Fans der Nullachter fanden den Weg in den Sportpark und konnten sich unter Einhaltung der Hygieneregeln und den gebotenen Mindestabstände einen ersten Eindruck auf die Mannschaften machen.

“Wir sind froh das es endlich mit der schönsten Nebensache wieder losgeht und wir sind absolut hoch motiviert.” so die  verantwortlichen Trainer der beiden Mannschaft Kevin Selzer und Marco Malizia.

Rheinpfalz-Ludwigshafen vom 19.06.2021 “Rodrigo Christian Paiva Pereira”

Der Stürmer mit dem klangvollen Namen

Fussball: Rodrigo Christian Paiva Pereira kickt bei der FG 08 Mutterstadt und ist zuversichtlich, dass sein Heimatland Portugal heute gegen Deutschland gewinnt

Von Thomas Leimert

 

Ludwigshafen. Portugal hatte schon oft eine gute Fußball-National-Mannschaft, aber Titel wurden lange keine geholt. Selbst das Finale bei der Heim-Euromeisterschaft 2004 wurde gegen Griechenland verloren. Doch das hat sich mit dem EM-Erfolg 2016 geändert. Für die aktuelle Europameisterschaft hat der für die FG 08 Mutterstadt spielende Rodrigo Christian Paiva Pereira seine Portugiesen auf der Rechnung.

Rodrigo Christian Paiva Pereira ist Flügelstürmer beim Fußball-Bezirksligisten FG 08 Mutterstadt. Und was liegt da näher, als dass auch ein Flügelstürmer sein großes Vorbild ist. „Rafa finde ich super, zumal er bei meinem Lieblingsverein Benfica Lissabon spielt“, erklärt Paiva Pereira. Der portugiesische Nationalspieler Rafa, bisher wohl nur Fachleuten ein Begriff, hat bei der Europameisterschaft gleich mal Akzente gesetzt. In der Partie gegen Ungarn wurde er nach 70 Minuten beim Stand von 0:0 eingewechselt. Am Ende war er der Mann des Spiels, denn beim 3:0-Sieg bereitete er zwei Treffer direkt vor. Dazu wurde der Elfmeter, den Cristiano Ronaldo zum 2:0 verwandelte, an ihm verursacht.

Seinen langen und klangvollen Namen erklärt Rodrigo Christian Paiva Pereira so: „In Portugal ist es üblich, dass Kinder zwei Vornamen erhalten. Hinzu kommen die Familiennamen der Eltern. Paiva habe ich von meiner Mutter, Pereira vom Vater.“ Da in Deutschland der Name Christian gebräuchlich ist, werde er hier so gerufen. Der 22 Jahre alte Fußballer, der in Speyer geboren ist und demzufolge ein perfektes und akzentfreies Deutsch spricht, wohnte zunächst mit den Eltern in Böhl-Iggelheim und jetzt in Schifferstadt. „Ich bin zweisprachig aufgewachsen. Zu Hause reden wir vorwiegend Portugiesisch, weil meine Eltern nicht so gut Deutsch sprechen. Meine Mutter noch etwas besser als mein Vater“, erzählt Paiva Pereira. Zur Familie gehört noch seine 15-jährige Schwester. Zweimal pro Jahr fahre die Familie in den Heimaturlaub. Da geht es dann in einen kleinen Ort in der Nähe der zentralportugiesischen Stadt Viseu, aus dem die Paiva Pereiras stammen. Einen Portugal-Urlaub kann der Junior nur empfehlen. „Ein schönes Land mit tollem Wetter und gastfreundlichen Menschen.“

Christian hat seine komplette Jugendzeit beim FSV Schifferstadt verbracht. Zwei Landsleute, die als Co-Trainer und Spieler beim SV Schauernheim waren, haben ihn zum A-Ligisten gelockt. „Ich wollte etwas Neues machen und da hat sich der Wechsel angeboten“, erklärt Paiva Pereira, der als Elektriker für Energie- und Gebäudetechnik arbeitet. Nach zwei Jahren wurde Mutterstadts Sportlicher Leiter Franco De Simone vorstellig und fädelte den Transfer zum Bezirksligisten ein, wo der 22-Jährige sofort Stammspieler wurde und aus dem Team nicht mehr wegzudenken ist.

Von der aktuellen Mannschaft Portugals ist Paiva Pereira überzeugt. Das Team sei mit internationalen Topstars wie zum Beispiel Bruno Fernandes (Manchester United), Bernardo Silva, Ruben Dias (beide Manchester City), Diogo Jota (FC Liverpool), Pepe (FC Porto) oder Joao Felix (Atletico Madrid) gespickt. Hinzu komme natürlich der alle überstrahlende mehrmalige Weltfußballer Cristiano Ronaldo von Juventus Turin. „Cristiano ist ein selbstbewusster Typ, der auch viele soziale Projekte unterstützt. Dazu ist er einer der besten Spieler in der Geschichte des Weltfußballs“, bricht der Mutterstadter eine Lanze für CR 7.

Das Team, das 2016 Europameister wurde und jetzt den Titel verteidigen wolle, erinnere so ein bisschen an die so genannte „Goldene Generation“ mit Assen wie Luis Figo, Vitor Baia, Paulo Sousa, Joao Pinto, Sergio Conceicao, Rui Costa, Pauleta oder Fernando Cuoto, die zu Beginn des Jahrhunderts geglänzt habe. Große Stücke hält Paiva Pereira auch auf den torgefährlichen Außenverteidiger Raphael Guerreiro von Borussia Dortmund. „Mit Dortmund sympathisiere ich, und Guerreiro hat dort eine starke Runde gespielt“, lobt Paiva Pereira den offensiven Abwehrspieler.

Das Spiel am Samstag schaut er mit deutschen Freunden am Fernseher, weil es dann spannender sei und viel diskutiert werde. Den 3:0-Sieg gegen Ungarn will Paiva Pereira nicht überbewerten: „Da haben wir uns lange schwergetan, ehe mit der Knoten geplatzt war. Das war ein schleppender Beginn.“ Trotzdem bleibt er optimistisch und tippt auf einen 1:0- oder 2:1-Sieg der Iberer. Deutschland dürfe man nach einem schwachen Auftakt, in dem das Team zu wenig Chancen erspielt habe, nicht abschreiben. Die Mannschaft werde sich steigern. Der Abgang von Bundestrainer Joachim Löw ist für ihn überfällig. „Er hätte 2014 auf dem Höhepunkt seines Erfolges abtreten sollen“, betont Paiva Pereira. „Was das Niveau der EM anbelangt, ist noch viel Luft nach oben“, sagt Paiva Pereira. Vielleicht setzen ja seine Portugiesen noch das eine oder andere Glanzlicht.

Throwback Zeroeight Teil 19

Fußball auf Kunstrasen und Drei Punkte für einen Sieg

Ab der Spielrunde 1994/95 spielte die FG 08 auf dem von der Gemeinde errichteten Kunstrasenplatz im neuen Sportpark. Aufgrund der Neueinteilung ab der Saison 1995/96 im Kreis Speyer musste man mindestens den 8. Tabellenplatz erreichen, um sich für die Kreisliga Speyer zu qualifizieren. Nach Abschluss der Spielrunde belegte die 1. Mannschaft den wichtigen 7. Tabellenplatz. Die FG 08 Mutterstadt zählt erstmals über 600 Mitglieder.
Für die Saison 1995/96 wurde der Spielertrainer Frank Hettrich verpflichtet. Ab dieser Runde wurde die heutige Punkteregelung eingeführt. Für einen Sieg gibt es 3 Punkte und für ein Unentschieden wie bisher 1 Punkt. Schon im ersten Jahr unter Spielertrainer Frank Hettrich erreichte die Mannschaft die Meisterschaft und somit den direkten Aufstieg in die Bezirksklasse Vorderpfalz. Auf dieses Team durfte man besonders Stolz sein, da der überwiegende Teil aus Nachwuchsspielern der FG 08 bestand. Die kontinuierliche Jugendarbeit und das neue Umfeld im neuen Sportpark trugen zu diesem Erfolg bei. In der ersten Saison in der Bezirksklasse Vorderpfalz erreichte die 1.Mannschaft Platz 4 und die Reservemannschaft errang die Meisterschaft. In der Mitgliederversammlung am 25.04.1997 berichtete der 1. Vorstandsvorsitzende H.J. Ott, das der überaus positive Trend bei den Neueintritten weiterhin anhält. Die FG 08 hat zu diesem Zeitpunkt 703 Mitglieder.

Info: Der erste Drei-Punkte-Tag der Bundesliga war der 11. August 1995, an diesem Dienstag vor 25 Jahren. Es gab drei Spiele an jenem Freitagabend, sie endeten 1:1, 1:1 und 0:0. Dreimal ein Punkt sind ja auch drei, aber irgendwer hatte da wohl etwas falsch verstanden. Nie jedenfalls war die Liga so unentschieden wie in der Debütsaison der Punktereform: Mehr als jedes dritte Spiel endete remis. Sie war umstritten, die neue Zählweise, die das alte Nullsummenspiel der Plus- und Minuspunkte ablöste und durch Aufwertung des Sieges den Reiz des Risikos erhöhen sollte.

Saison 1994/1995

Wenn Sie auch eine Geschichte haben zu den Nullachtern, vielleicht auch noch Bilder von früher, dann senden Sie uns diese einfach zu an unsere Email Adresse: fg08.mutterstadt@t-online.de

D1-Jugend Trainer stellen sich vor!!!

Dominik Lisson

Alter: 29 Jahre

Familienstand: ledig

Beruf: Lehrer

Sportlicher Werdegang:
TSG Deidesheim, Phönix Schifferstadt, VFB Hassloch, TSG Deidesheim

Warum der Jugendbereich?
Ich möchte den Spielern im Jugendbereich dabei helfen, sich sportlich und persönlich weiterzuentwickeln. Zudem ist es mir eine Freude, die Kinder bei ihren Entwicklungsschritten zu begleiten und mitwirken zu können.

Jochen Höning

Alter: 38 Jahre alt

Beruf: Monteur im Netzbetrieb bei lokalem Energieversorger

Sportlicher Werdegang: Ludwigshafener SC, FSV Oggersheim, TuS Altrip, FG 08 Mutterstadt, TuS Altleiningen, Südwest Ludwigshafen, SV Schauernheim

Familienstand: Verheiratet, 1 Kind

Warum der Jugendbereich? Kindern Spaß am Sport vermitteln, Weiterentwicklung im Sportlichen Bereich durch eigene Erfahrungen, Teamfähigkeit fördern.

Übergabe Spende Getränke Centrum Schulz

Heute war es soweit, das Unternehmen Getränke Centrum Schulz in Vertretung von Geschäftsführer Sebastian Schulz besuchte uns im Sportpark um der FG 08 den erreichten Betrag von 1% der Einnahmen aus der Nullachter Woche die im März stattfand zu übergeben. Jochen Höning (Jugendleitung) besorgte unter Absprache mit Herrn Schulz bereits für den Betrag Trainingsmaterial u.a Tore und Rebounder.

“Wir sind sehr dankbar das wir unseren Jugendspielern weiteres Trainingsequipment anbieten und zur Verfügung stellen können um die Ausbildung und Weiterentwicklung zu fördern. Dies ist nur möglich durch die Unterstützungsbereitschaft von Unternehmen wie das Getränke Centrum Schulz”, so Jochen Höning.

Throwback Zeroeight Teil 18

Spatenstich für den Sportpark Mutterstadt

Rheinpfalz Artikel vom 17.08.1993

Der 2. Bauabschnitt im Sportpark mit Bau des Rasenspielfeldes und Laufbahnen wird fertig gestellt und am 13.07.1996
eingeweiht.

Wenn Sie auch eine Geschichte haben zu den Nullachtern, vielleicht auch noch Bilder von früher, dann senden Sie uns diese einfach zu an unsere Email Adresse: fg08.mutterstadt@t-online.de

C2-Jugend Trainer stellen sich vor!!!

Christoph Bug

Alter: 42

Familienstand: verheiratet, 2 Kinder

Beruf: Speditionskaufmann

Sportlicher Werdegang: 1990 in der D-Jugend der FG 08 bis zur Aktivität, mit 20 Jahren bei der FG Dannstadt 1913 angeheuert und nach 18 Jahren (teils schmerzvoller) Hartplatzerfahrung mit 38 Jahren, „back to the roots“, Rückkehr zur FG 08 in die dortige AH-Truppe. Trainerkarriere: typischer Dorfverein Werdegang; mein Sohn begann bei den Bambini zu kicken, dort wurde noch eine Aushilfe benötigt und ein halbes Jahr später war ich dann schon als fester Trainer verpflichtet. Mittlerweile seit sieben Jahren Jugendtrainer und nach der G-, F-, E-, D-, nun in der C-Jugend angekommen.

Warum der Jugendbereich? Der Umgang mit Kindern hat mir schon früh Freude bereitet und es macht mir weiterhin sehr viel Spaß den Kindern Wissen zu vermitteln und deren Entwicklung miterleben zu dürfen.



Christian Jeck

Alter: 50 Jahre

Familienstand: Verheiratet, 1 Sohn, 1 Tochter (Zwillinge)

Beruf: Kaufmann

Sportlicher Werdegang: Von den Bambini über 1. u. 2. Mannschaft bis zur AH FC Arminia 03 Ludwigshafen, danach SV Schauernheim ( 1. u. 2. Mannschaft) Höchste gespielte Spielklasse Bezirksliga Vorderpfalz (Arminia) Insgesamt ca. 40 Jahre als Spieler

Warum der Jugendbereich?
Unsere Tochter und unser Sohn spielen hier, wir wohnen in Mutterstadt.
Gerade im digitalen Zeitalter finde ich es wichtig, dass Kinder Sport treiben und das was ich am besten kann, versuche ich Ihnen zu vermitteln.

Torsten Schirra

Alter: 45 Jahre

Familienstand: verheiratet, zwei Töchter

Beruf: Arbeitsvermittler (Agentur für Arbeit)

Sportlicher Werdegang: In der Jugend (F-A) beim ASV Maxdorf gespielt. In der Aktivität 12 Jahre beim ASV Maxdorf und 3 Jahre beim FV Freinsheim unterwegs gewesen. Von 2007 bis 2009 die C1 Junioren der SG Limburgerhof trainiert. Seit 2020 Trainer im Jugendbereich der FG 08, zuerst die D3 und seit 2021 die C2.

Warum der Jugendbereich? Ich durfte bei einem Hallenturnier in Gensingen aushilfsweise das Mädels Team (inklusive meiner Tochter) coachen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich bin dann nach ein paar Gesprächen fest dazu gekommen. Nach wie vor macht es viel Spaß Erfahrungen weiterzugeben und festzustellen, dass die Kids mitziehen und wollen.

Info:

Wenn Ihr Fragen habt rund um die C2-Jugend, ihr möchtet ein Probetraining ausmachen, Infos über den Verein erhalten, dann ruft einfach an oder schreibt Ihnen :

Franco De Simone: 0179/7353456

Oliver Janitschek: 0152/34241932

Jochen Höning: 0176/22276160

Die Jugendabteilung ist immer interessiert an Kinder und Jugendliche die gerne Fußballspielen möchten, oder einen neuen Verein suchen.

Rückblick vom IKK SÜDWEST-TEAM-CUP im E-Football

Vom 05. – 06. JUNI 2021 fand der IKK SÜDWEST-TEAM-CUP im E-Football statt. Unsere Mannschaft war in der Gruppe E zu gelost worden mit SG 05 Pirmasens, VfB 1921 Reichenbach und dem 1886 Armshm.-Schimsh. Leider fanden die Nullachter E-Sportler nie richtig zu Ihrem Spiel und kamen über die Gruppenphase nicht hinaus. Gespielt wurde das Spiel FIFA 21 (nur PS4-Version) auf der PlayStation 4 bzw. 5. Gespielt wurde im Pro Club Modus.

Wir gratulieren herzlich dem Turniersieger der SG Edigheim.

Trotz der der Enttäuschung nicht weitergekommen zu sein, gab es ein versöhnliches Ende. Unter den ganzen teilnehmenden Mannschaften wurde ein Trikotsatz verlost, diesen gewann unsere E-Football Mannschaft.

Herzlichen Glückwunsch!!!

Amazon Smile Aktion 21.06.2021 + 22.06.2021

Für alle die sich noch was kaufen wollen für den Sommer!!!

Amazon Smile Aktion am Prime Day

Am 21. & 22.Juni verdoppelt AmazonSmile für Prime Mitglieder den Anteil ihrer Einkaufsbeträge den Amazon an uns weitergibt.

Bei jedem Einkauf unterstützt IHR die FG 08. Vielen Dank im Voraus.

Rheinpfalz-Ludwigshafen vom 05.06.2021 “Trennung nach fünf Jahren”

Wie bereits von uns mitgeteilt, heute in der Rheinpfalz!!!
Trennung nach fünf Jahren

Fussball: FG 08 Mutterstadt und SG Limburgerhof lösen JSG Muli einvernehmlich auf – Mutterstadt richtet den Blick künftig mehr auf den Leistungsbereich

Von Thomas Leimert

Vor fünf Jahren haben die FG 08 Mutterstadt und die SG Limburgerhof für den Bereich der Fußball-Jugend eine Spielgemeinschaft gebildet. Diese JSG Muli wird jetzt aber aufgelöst. Die beiden Vereine gehen wieder getrennte Wege, weil die Zielsetzungen nicht mehr zusammenpassen.

Beide Vereine versichern, dass die Auflösung einvernehmlich erfolgte, die Trennung sauber über die Bühne ging und kein fader Beigeschmack geblieben ist. „Wir wollen künftig den Fokus verstärkt auf den Leistungsbereich legen und diese Spieler fördern, ohne den Breitensport zu vernachlässigen“, beschreibt Mutterstadts Sportchef Franco De Simone die zweigleisige Ausrichtung. Die FG war bisher schon der dominierende Partner, der in den drei Muli-Teams der A-, B- und C-Junioren mehr als zwei Drittel der Spieler stellte.

In Limburgerhof stehen andere Punkte im Vordergrund. „Unsere Philosophie ist, auch in den Erwachsenenteams auf Spieler aus der Gemeinde zu setzen, die eine Verbindung zum Verein haben. Externe Akteure gibt es eher weniger. Deshalb ist die A-Klasse auch das Maximum, was wir mit unserer Philosophie erreichen können“, erklärt Markus Koschubs, der stellvertretende Vorsitzende und Jugend-Abteilungsleiter. Mit anderen Worten: Erfolg ja, aber nicht um jeden Preis. Leistungsorientiert zu denken, streben die Limburgerhofer nicht explizit an. „Deshalb und weil uns die Spieler im älteren Jugendbereich fehlen, haben wir mit der FG die Vereinbarung getroffen, die Spielgemeinschaft aufzulösen“, erklärt der 42 Jahre alte Koschubs.

Und so stellt sich Mutterstadt ab der Saison 2021/22 neu auf. „Wir werden in der kommenden Runde alle Altersklassen besetzt haben, teilweise doppelt oder dreifach. Wir kalkulieren mit elf oder zwölf Juniorenteams im Spielbetrieb“, berichtet der 47-jährige De Simone. Hinzu kommen Bambini und die Ballschule, für die es bereits 40 Anmeldungen gebe. Der Zulauf ist riesig, es gibt Wartelisten.

Der Club strebe an, für alle Leistungsteams lizenzierte Trainer zu bekommen. Über 20 Übungsleiter gebe es bereits. Schon jetzt können die Mutterstadter mit ehemals hochklassig spielenden Akteuren als Jugendtrainer punkten: Vito Michel, Jochen Höning, Christian Kohlenbrenner oder Giuseppe Scredo – um nur vier von ihnen zu nennen. De Simone hat die sportliche Verantwortung und die Organisation übernommen. Bei ihm laufen die Fäden zusammen. Er ist Ansprechpartner für die Mannschaften von der D1 an aufwärts, Höning kümmert sich um die Teams bis zur D2. Hinzu kommt Jugendleiter Oliver Janitschek. „Wir drei stimmen uns regelmäßig ab, haben eine flache Hierarchie“, betont De Simone.

Sportlich gibt es noch Nachholbedarf. Die A-Junioren spielten zuletzt in der Landesliga eine bescheidene Rolle, B- und C-Junioren zählten zu den besten Mannschaften in ihren Staffeln – allerdings in der Kreisliga. „Kurz- bis mittelfristig sollen alle in der Landesliga eine gute Rolle spielen, langfristig ist die Verbandsliga ein Ziel“, verdeutlicht der Sportliche Leiter. Da sei die Wahrscheinlichkeit höher, dass ein leistungsstarker Spieler dem Club erhalten bleibe.

Weiterhin gutes VerhältnisDie Eigengewächse sollen so entwickelt werden, dass sie nach ihrer Jugendzeit in der ersten oder zweiten Garnitur Fuß fassen. Namen wie zum Beispiel die Reithermann-Brüder, Stoye, Pankner, Weingarte, Semmler, die Gebrüder Schneider, Bühler, Nothaft oder Rapp stehen für Akteure, die den Sprung vom eigenen Nachwuchs ins Bezirksligateam geschafft haben. De Simone glaubt, dass man mit diesem Konzept auch für ambitionierte Juniorentrainer interessant sei.

Mutterstadts herausragende Infrastruktur ist ein weiterer Pluspunkt, mit dem die FG wuchern kann. Der Sportpark verfügt über ein Naturrasenspielfeld, einen neuen Kunstrasenplatz mit Flutlicht und einen Trainingsplatz, ebenfalls mit Flutlicht. Zudem gibt es eine Kooperation mit dem FC Speyer 09.

In Limburgerhof ist alles eine Nummer kleiner. „Bei uns muss im Winter auf einem Hartplatz trainiert werden, denn der Rasen im Waldstadion hat kein Flutlicht“, gibt Koschubs zu bedenken. Auch die SGL wolle Spieler im Ort halten und selbst ausbilden. Bis die aber „oben“ ankommen, wird es noch ein paar Jahre dauern – im günstigsten Fall. „Wir haben etwa 160 Kinder und im unteren Bereich alle Altersklassen besetzt, aber eben keine A- und B-Jugend“, erläutert der stellvertretende Vorsitzende.

Der den Breitensport forcierende Verein nimmt die Trennung sportlich. „Es hat sich abgezeichnet. Die FG hat andere Ziele und profitiert von De Simones gutem Netzwerk“, sagt Koschubs. Immerhin haben die Limburgerhofer in Gesprächen durchgesetzt, dass die noch rund 15 älteren Spieler der SGL, die bisher der JSG angehörten, Vereinsmitglied in Limburgerhof bleiben können und in Mutterstadt mit einem Zweitspielrecht kicken dürfen. Wechselt der Akteur als Erwachsener den Verein, bekommt Limburgerhof die Aufwandsentschädigung. „Damit haben wir überhaupt kein Problem“, sagt De Simone und unterstreicht das gute Verhältnis der benachbarten Clubs.